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Warum Elternbildung jetzt wichtiger denn je ist!



Der Österreichische Kinderschutzbund Wien setzt sich seit vielen Jahren für die Verbreitung der Idee und Praxis der gewaltfreien Erziehung ein. Wir sind es gewohnt, dass sich leider trotzdem immer wieder diverse Bekanntheiten, auch in politischer Verantwortung, zu Wort melden und öffentlich kundtun, dass sie Gewalt in der Erziehung als legitimes Mittel zur Problemlösung ansehen.


Ob da die Petition einer in Kinderschutzangelegenheiten engagierten Partei, die eine (aufgedrängte) Entschuldigung für die getätigten Äußerungen fordert, tatsächlich zu einem besseren Schutz von Kindern führt, bleibt fraglich und wird von uns bezweifelt.


Vielmehr wäre Familien mit Kindern geholfen, wenn ihnen durch Elternbildung im Rahmen des Eltern-Kind-Passes Informationen zur gewaltlosen Erziehung angeboten würden.


Teilnehmende Mütter und Väter, die in diesen sinnvollen Elternbildungsangeboten über die negativen Folgen von Gewalt an Kindern aufgeklärt werden und die alternative Wege aufgezeigt bekommen, werden wohl kaum noch auf Politiker hören, die für Gewalt plädieren, und diesen bei zukünftigen Wahlen vermutlich auch keine Stimme geben.


Daher verstehen wir nicht, warum unsere Elternbildungsveranstaltungen derzeit in den Wiener Kindergärten nicht stattfinden können, da die zuständige Stelle MA10 seit Dezember 2025 keine Stellungnahme zu unserem Angebot abgegeben hat.


Unsere durch Spenden finanzierten Vorträge könnten einen wichtigen Beitrag leisten, um die nötigen Informationen direkt an die Zielgruppe zu vermitteln.


Das monatelange Ausbleiben einer Reaktion werten wir als Nachlässigkeit, die durchaus als Vernachlässigung von Kinderschutzaufgaben interpretiert werden kann.


Alle reflektierten und informierten Eltern werden den gewaltlosen Weg bevorzugen und ihre Kinder schützen, indem sie bei Gewalt in der Schule oder in Vereinen einschreiten und intervenieren.


Jedem Erwachsenen sollte die Erinnerung an die eigene Schulzeit helfen, um zu erkennen, wie schlimm es damals war und dass es heute nicht besser wird, wenn Kinder Angst vor körperlichen und psychischen Übergriffen in der Schule haben müssen.


Respekt durch personelle oder strukturelle Gewalt zu erzwingen, ist ein Irrglaube. Gewalt macht gefügig, doch dieser Effekt schlägt früher oder später als fatale

gesellschaftliche Folge zurück.


Deshalb wird sich der ÖKSB-Wien – Verein für gewaltlose Erziehung weiterhin für ein gewaltfreies Miteinander sowie den Schutz von Kindern einsetzen und dafür werben.


Wir hoffen sehr, dass auch die Stadt Wien bald den Wert und Nutzen von Elternbildung im Sinne einer gewaltfreien Erziehung erkennt und zulässt!


Sascha Hörstlhofer/Martina Lemp


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© Österreichischer Kinderschutzbund – Wien

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