Jugendbuch

Atlas Obscura

Dylan Thuras, Rosemary Mosco

"Kinder sind unschlagbar", ist das Motto des Kinderschutzbundes. Kinder sind  mit Sicherheit auch unschlagbar abenteuerlustig! In diesem Atlas werden reale Orte vorgestellt, die aus verschiedenen Gründen geheimnisvoll und faszinierend sind. Kinder ab 10 Jahren werden den Atlas gerne durchblättern, an den Illustrationen hängen bleiben und nachlesen, was es an diesem Ort zu entdecken gibt. So macht es Spaß, sich mit Geografie zu beschäftigen und das Wissen über unseren Planten Erde zu vertiefen. Ein besonderer Ort wird jeweils auf einer Seite oder einer Doppelseite präsentiert, so dass auch Kinder, welche nicht ein ganzes Buch lesen würden, motiviert sein werden, so nach und nach den Atlas durchzulesen.  

Dylan Thuras, Rosemary Mosco
Atlas Obscura Kids Edition
Entdecke die 100 abenteuerlichsten Orte der Welt!


durchgehend farbig illustriert von Joy Ang
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Bea Reiter

112 Seiten, Hardcover mit Spotlack
Loewe Verlag
ISBN 978-3-7432-0540-6
€ 19,95 [D]
€ 20,60 [A]

Erschienen am 9. Oktober 2019

Einfach Yeshi

Kasperski Gabriela, Aris Verlag (August 2019)

Yeshi ist neun Jahre alt und aus Äthiopien adoptiert. Als ihre Eltern sich trennen, muss sie mit ihrer Mutter in die Stadt ziehen. In der neuen Schule wird sie wegen ihrer Hautfarbe gemobbt. Im Schwimmbad trifft sie eine Frau aus Eritrea, welche sie ohne lange zu überlegen, nachhause begleitet. So beginnt ein kleines Abenteuer für Yeshi. Sie lernt eine Flüchtlingsfamilie kennen, findet am Heimweg einen entlaufenen Mops, sucht nach pfefferminzgrünen Turnschuhen, trifft Schulkollegen, begegnet ungewöhnlichen Menschen, wird in der Zeit ihres Abenteuers von der Polizei gesucht und rettet schließlich mit ihren neu gewonnen Freunden eine Flüchtlingsfamilie vor der Abschiebung durch die Fremdenpolizei. 

Diese Buch, welches ich für Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren empfehlen würde, ist vom Anfang bis zum Ende sehr spannend geschrieben. Sprachlich versucht sich die Autorin an den Stil von Kindern im Alter der Hauptfigur anzupassen. Durch die vielen direkten Reden wirkt die Geschichte sehr lebendig, so dass beim Lesen das Gefühl entsteht, "mittendrin in der Geschichte zu sein". 

Es werden verschiedene, im Grunde sehr ernste Themen, im Laufe der Geschichte angesprochen: Yeshi selbst ist adoptiert und erlebt Mobbing aufgrund ihrer Hautfarbe. Die Flüchtlingsfamilie, welche sie kennen lernt, lebt unter schwierigen Bedingungen und ist von Abschiebung bedroht. Ihr Schulfreund hat eine zu ehrgeizige Mutter, welche ihm kaum Freizeit lässt und ihre neue Freundin einen kahlen Kopf aufgrund einer Chemotherapie. Die junge Verkäuferin, welche ihr die begehrten Turnschuhe verkaufen sollte, wird von ihrer Chefin ausgenützt. Immer wieder wird auch deutlich, wie sehr Yeshi unter der Trennung der Eltern leidet. 

Die Autorin vertieft sich jedoch nicht in die Probleme der Kinder, sondern erzählt mit viel Humor ein Abenteuer, welches die Kinder stärker macht, sie Probleme bewältigen lässt und eine Freundschaft begründet. Auch die Erwachsenen entwickeln am Ende der Geschichte ein besseres Verständnis für ihre Kinder und sind bereit der Flüchtlingsfamilie zu helfen. 

 

Ein spannendes Buch, welches sich auf jeden Fall zu lesen lohnt! 

Welsh, Renate (2011): St. Pölten – Salzburg Residenz Verlag (Nilpferd in Residenz), 144 S., € 13,90

Julia und ihre Mutter zählen zu jenen Menschen, die unter der Armutsgrenze leben. Für Julia ist es tägliche Realität, zu wenig Geld zu haben – sie hat keinen Laptop, wird nicht mehr zu Geburtstagspartys eingeladen, weil sie selbst keine geben kann, fährt nicht auf Projektwoche mit.

Ein Bär und ein Riese wollen einen Fluss queren. Der Bär steht auf der linken Seite, der Riese auf der rechten Seite der langen, schmalen Brücke. Sie gehen aufeinander zu, beide entschlossen, das jeweils andere Ufer zu erreichen. In der Mitte angekommen müssen sie eine Lösung finden.

Eine Geschichte über Freundschaft, den Wechsel von der Volkschule in das Gymnasium und wie schwer es ist, ein Kind zu sein. Es ist für Kinder ab zehn Jahren, aber auch für Jugendliche oder Erwachsene wäre es sicher ein Genuss einmal hineinzulesen.

von Jana Frey

Die Geschichte zeigt, wie vielen Gewaltsituationen Jugendliche ausgeliefert sind, die keine vertraute Bezugsperson haben und keine Unterstützung finden.

von Jutta Treiber (2003)

Das Beispiel Franka macht die Folgen einer Vergewaltigung vorstellbar und besprechbar. Es wäre zu wünschen, dass die jungen Leser/innen wie Franka Ansprechpartner haben, mit denen sie zum Thema »über alles« reden können.

Die Busfahrerin

von Vincent Cuvellier und Candice Hayat (2003)

»Sie stinkt, sie ist eklig, und sie hat eine große Nase.«
Benjamin fährt jeden Tag mit Yvette zur Schule, mit Yvette, der Busfahrerin, über die wilde Gerüchte kursieren.

von Dietrich Steinwede (2003)

Die Bildqualität ist ganz hervorragend und die Inhalte erschließen Zugänge, die einem bisher nicht so geläufig waren und doch: es ist kein Weihnachtsbuch in dem Sinne, dass ein Durchblättern allein schon jene knisternde Stimmung aufkommen ließe, die dem Mysterium Weihnacht innewohnt.

von Volker Fabricius (2003)

Verführt von einer bunten Autor/innenmischung, die zwischen Nöstlinger und Fussenegger, Hesse und Fried, Dylan Thomas und Christian Morgenstern angesiedelt ist, beginnt selbst der stressgeplagte Manager Weihnachten neu zu denken.

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