Verein für gewaltlose Erziehung

Warum i für mein’ Enkel ka Gedicht gschriebn hab
von Trude Marzik
A klaner Wecken
Liegt im Körberl drin und schreit
Wia kann des sein?
Er kann scho schrein!
Und wanst ihm d’Finger hinhaltst,
packt er zua,
wanst ihm den Lutschker gibst,
dann zuzelt er -
wia kann des sein?
Er hat scho Augen, schöne blaue,
und viele Haar, kohlrabenschwarz –
i waaß, des bleibt net –
und d’Nagerln san klanwunzig und perfekt,
komplett mit Mond –
wia kann des sein?
Na, und die Zecherln,
wia die rosaroten Perlen!
I waaß, des bleibt net.
Amal wern sicher Dreiavierzger draus.
Wia kann des sein?
A so a klaner Wecken,
liabe Freund.
is viel zu groß.
Da schreibt ma ka Gedicht.
Das Gedicht ist aus dem Band: „Was ist schon dabei, wenn man älter wird“ entnommen, der im Zsolnay Verlag erschienen ist. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Druckerlaubnis.
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