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Instrumentalisierte Regenbogenfarbe - für viele Familien leider wirklungslos!

Kinderbuchlesung mit Candy Licious – Vienna Pride Veranstaltung ausschließlich für „ausgesuchte“ Mitmenschen



Da war die Überraschung sehr groß beim Österreichischen Kinderschutzbund – Wien, dessen Mitarbeiter*in sich am Donnerstag für eine Lesung am Freitag, den 3. Juni 2022 in der Bücherei Mariahilf, im Rahmen der Vienna Pride, angemeldet haben und dann keinen Einlass bekommen haben.


Wegen der vorangegangenen Störaktionen von Pride-Gegnern wurde die Veranstaltung einfach zur „Geschlossenen Gesellschaft“- Veranstaltung erklärt und ausschließlich für Bezirksvorsteher Markus Rumelhart, seine zahlreichen Begleiter sowie einigen Familien mit Kleinkindern zugänglich gemacht.


Dadurch war es uns nicht möglich einen Eindruck vom Ablauf und Inhalt dieser Veranstaltung zu bekommen, um besorgte Eltern, die sich im Vorfeld dieses Events bei uns gemeldet haben, gut informieren zu können.


Die lapidare Antwort war, wir sollen einfach darauf vertrauen, dass es sich um eine Buchvorstellung handelt und alle Kinder in Sicherheit sind. Doch Vertrauen beruht stets auf Gegenseitigkeit und in diesem Fall schien es uns jedenfalls besser, uns selbst ein Bild davon zu machen, wie diese Lesung gestaltet wird und wie Kleinkinder darauf reagieren bzw. ob so junge Kinder auch nur ansatzweise verstehen, worum es den Veranstaltern ging.


Toleranz und Offenheit täglich vorleben


Generell stellt sich für uns die Frage, ob es notwendig ist, Kleinkinder in eine Bücherei mit polizeilichem Schutz – 3 Polizeikräfte beim Eingang - zu bringen, um unter der Anwesenheit eines Politikers mit seinem „Gefolge“ von einer Dragqueen aus Kinderbüchern vorgelesen zu bekommen.


Das Vermitteln von Toleranz und Offenheit für Vielfalt sollte unseren Kindern täglich vorgelebt werden und hängt nicht von solchen Veranstaltungen ab, denken wir. Diese „Events für alle interessierten Menschen“ wurden offensichtlich nicht zum Kindeswohl, sondern ausschließlich für Erwachsene mit politischen Profilierungsgedanken kreiert und durchgeführt.


Wahrscheinlich lieben sehr viele – wenn nicht alle – Kinder auf dieser Erde, wenn ihnen nahestehende Personen in einem Umfeld von Geborgenheit, Nähe und Sicherheit aus einem Buch vorlesen oder aus „freien Stücken“ vom (Zusammen-)Leben Geschichten erzählen.


Wer profitiert hier wirklich?


Im Übrigen wünschen wir uns von politischen Entscheidungsträger*innen, dass auch auf andere „Gruppen“ hingewiesen und mit ihnen, wie beim „Pride-Juni“, unter Verwendung von Steuergeldern, gefeiert wird. Unseres Wissens gibt es keinen „Familien-Monat“ für Mutter-Vater-Kind(er)-Familien oder für Familien mit erkrankten, beeinträchtigten oder von Armut betroffenen Kindern und Familienangehörigen.


Dabei könnte Wien auf diese Familien genauso "pride" (stolz) sein, denn was diese Mütter und Väter tagtäglich leisten, welche Herausforderungen sie meistern (müssen), verdient schon längst mehr als nur einen eigenen Zebrastreifen in dieser Stadt.


Genau diesen Familien und vielen anderen Menschen wäre ebenfalls sehr geholfen, wenn „Worten endlich Taten“ folgen und in den Bereichen der Elementarpädagogik, (Schul-) Sozialarbeit, Kindermedizin - für eine rasche und sinnvolle Unterstützung durch therapeutische Maßnahmen - investiert wird. Familien müssen nach wie vor viel zu lange warten (oft jahrelang!!!), bis ihren kranken Kindern therapeutische Hilfe gegeben werden kann. Die aktuellen Zustände an Kindergärten und Schulen sowie Pflegeeinrichtungen sind für alle Beteiligten unwürdig und das Schlimmste daran ist, dass diese Misere schon lange Zeit bekannt ist.


Präventiver Kinderschutz wird nach wie vor vernachlässigt


Ebenso fehlen öffentlichkeitswirksame Maßnahmen, Events, Kampagnen und Investitionen für den Bereich des „präventiven Kinderschutz“ und die wirksame Arbeit mit Erwachsenen mit Maßnahmen in der Elternbildung und Elternberatung.

Die an sich zuständigen Ministerien für Soziales und Familie schicken uns ÖKSB-Wien Mitarbeiter*innen mit dem Konzept für eine gewaltfreie Erziehung in Verbindung mit dem Mutter-Kind Pass „im Kreis“. Der aktuelle, amtsführende Stadtrat für Bildung, Jugend, Integration und Transparenz der Stadt Wien – Christoph Wiederkehr – lässt sich schon monatelang um ein persönliches Treffen mit uns bitten und vermeidet dieses ebenso wie sein Vorgänger in dieser Position, Jürgen Czernohorszky.


Instrumentalisierte Regenbogenfarbe bleibt für viele Familien wirkungslos


Alle Kinder und deren Familien in Österreich sollten ein Anrecht auf Förderung, Unterstützung, Anerkennung deren Leistungen von „öffentlicher Seite“ haben und viel mehr mit öffentlichen Geldern unterstützt werden. Das würde allen Kindern um ein Vielfaches mehr helfen, als Steuergelder für das Umfärben von Schutzwegen und die Finanzierung von wochenlangen „Exklusiv-Veranstaltungen“ unter Polizeischutz zu verwenden, denken wir.


Sascha Hörstlhofer und Martina Lemp

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