Metamorphosen der Diätetik und Psychohygiene zur Gesundheitserziehung

Gangl, Verena (2013): Eine historisch-systematische Untersuchung. Würzburg: Ergon Verlag, 340 S. (=Erziehung - Schule - Gesellschaft, Bd. 66) € 48.-

Das Gefühl stellt sich bereits beim ersten Durchblättern ein. Es ist ein Gefühl des Staunens, ob der inhaltlichen Dichte: Was muss das wohl für eine Arbeit gewesen sein.

Ich weiß nicht, ob der etwas sperrige Titel die Menschen animiert, sich das Buch näher anzusehen oder ob es sie doch eher dazu bewegt, Abstand zu halten. Ich hoffe wirklich, das Erstere möge der Fall sein. Das Spannungsfeld Kind - Kindheit - Erziehung und Gesundheit wird derartig differenziert, interessant und verlockend dargeboten, dass niemand, der Affinitäten zu diesen Problemkreisen hat, an diesem Buch vorbei kommt.

Ein Vademecum, das inspiriert. Eine Fundgrube, die beeindruckt.  Eine Dokumentation, die bildende Funktion beanspruchen kann. Die Autorin möchte ganz offensichtlich die Leser/-innen mit auf eine Entdeckungsreise der besonderen Art mitnehmen und ich hoffe, dass viele diese Einladung annehmen werden, nicht zuletzt, weil einige Seiten auch Hans Czermak und seinen Verdiensten gewidmet sind.

Das Buch stellt Menschen, die längst vergessen schienen, in den Vordergrund, behandelt schwierige Themen (Eugenik, Rassenhygiene etc) in bislang ungewohnten Kontexten und taucht kritische Fragen im Verbund von Erziehung und Gesundheit in neues Licht.


Sehr empfehlenswert -  nicht nur für Wissenschafter/-innen.

 

Christian Vielhaber

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