Verein für gewaltlose Erziehung

Preisverleihung: Österreichischer Kinderschutzpreis MYKI
Am 22.11.2011 – anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte zwei Tage zuvor - wurde im Palais Liechtenstein erstmals der Österreichische Kinderschutzpreis MYKI verliehen. Der Österreichische Kinderschutzpreis MYKI - ins Leben gerufen von einer Trägergesellschaft unter der Präsidentschaft von Martina Fasslabend - prämiert die besten Projekte und Initiativen für das Wohl und den Schutz von Kindern. MYKI steht für MY KIds - denn wir alle sind für das Wohl deiner, meiner, unserer Kinder verantwortlich.
250 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur fanden sich am Abend des 22.11. bei der Gala im Palais Liechtenstein zur Verleihung des ersten Österreichischen Kinderschutzpreises MYKI ein!
"Für mich ist diese Gala der Sieg einer Idee. Wir vergeben heute an sechs tolle Kinderschutzprojekte einen Preis. So wichtig der Umwelt- und Tierschutz sind, die Kinder sind in Österreich noch unterbewertet, man muss mehr tun", erklärte MYKI-Präsidentin Martina Fasslabend.
Die Preisverleihung prämierte folgende Preisträger:
Sonderkategorie: Lobbying für Kinder
Preisträger: Vernetzungsplattform Österreichische Liga für Kinder‐ und Jugendgesundheit, Präsident Prim. Dr. Klaus Vavrik
Zum Projekt: Eine aktive Vernetzungs‐ und Kooperationsplattform für alle befassten Fachgesellschaften und Berufsverbände, Institutionen und Personen im Bereich der Kinder‐ und Jugendgesundheit in Osterreich;
Ziel: Verbesserung der Kommunikation, Koordination und Kooperation der beteiligten Organisationen, Institutionen, Behörden, Vereine und Personen.)
Dr. Sophie Karmasin, Karmasin Motivforschung begrüßte als Laudatorin das steigende Bewusstsein für die Bedeutung der Kinderrechte und, dass Lobbying auch im positiven Kontext eingesetzt wird. Familienrichterin Mag. Doris Täubel-Weinreich gratulierte als Vertretung der MYKI-Jury.
Kategorie 1: Förderung der körperlichen & seelischen Entwicklung von Kindern
Preisträgerin: Therapeutische Outdoor-Ausflüge/Verein KIWOZI , Frau Dr. Nina Hermann
Zum Projekt: KIWOZI ist ein freier Träger der Jugendwohlfahrt und betreut Kinder und Jugendliche, die nicht in ihren Herkunftsfamilien wohnen, da sie dort Gewalt, Verwahrlosung, Missbrauch erlebt haben; prämiert wurden die mehrtägigen, therapeutischen Outdoor-Ausflüge mit verhaltensauffälligen Jugendlichen.
Die Laudatio für Kategorie 1 hielt Gen.Dir. Dipl.Ing. Johann Marihart, Agrana, als Vertreter der Jury ehrte Univ.Prof. Dr. Markus Hengstschläger die Preisträger.
Kategorie 2: Gewaltprävention & Aufklärung über Gewalt:
Preisträger: „Mädchen.Theater.Gruppe“, Unabhängiges Kinderschutzzentrum Wien, Frau Christine Radner
Zum Projekt: Die Teilnehmerinnen der „Mädchen.Theater.Gruppe“ sind Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren, die in Wien leben und durch aggressives und dissoziales Verhalten aufgefallen sind und von MitarbeiterInnen des Amtes für Jugend und Familie, Wohngemeinschaften, Krisenzentren, Schulen, anderen Beratungsstellen, Frauenhäusern, Jugendgerichtshilfe, RichterInnen und BewährungshelferInnen in die Theatergruppe entsendet werden. An der Seite von Schauspielschülerinnen lernen die betroffenen Mädchen mittels Rollenspiel und Perspektivenübernahme mehr Empathie und Einfühlungsvermögen in die Gefühle anderer Menschen.
Auf die Bühne geholt wurden die Preisträger von Dr. Vera Russwurm, in Vertretung des ORF und Jury-Vertreter Univ.Prof. Dr. Dr. Kurt Widhalm.
Kategorie 3: Förderung der kindlichen Persönlichkeit & Bildung
Preisträger: Musikverein Sipbachzell , Herr Franz Grillmair, Projekt: „Musik macht Spaß“
Zum Projekt: Jedes Kind in dem Ort Sipbachzell sollte die Chance bekommen, bis zur vierten Klasse Volksschule, sein musisches und musikalisches Talent zu entdecken. Das gemeinsame Erleben unter Gleichaltrigen, das praktische soziale Lernen, Kreativität und Sensibilisierung für die eigenen Talente unter der Obhut von Pädagogen und Freiwilligen waren und sind zentrale Ziele.
Öst. Lotterien-Vorstandsdirektorin Mag. Bettina Glatz-Kremsner und Dr. Brigitte Sindelar, Siegmund Freud Universität, als Vertretung der Jury verkündeten den Preisträger.
Kategorie 4: Materielle Sicherheit & gesellschaftliche Integration
Preisträger: LIMDA-Integration für Flüchtlingskinder, Frau Jutta Lubich
Zum Projekt: LIMDA ist ein sozial-integratives Nachbarschaftsprojekt, das die in unmittelbarer Nähe zum UTE BOCK-HAUS lebenden BewohnerInnen einbezieht. Derzeit ist LIMDA in Wien und in Oberösterreich tätig. LIMDA integriert die Kinder von Flüchtlingsfamilien und stellt sicher, dass sie in ihre soziale Umgebung eingebunden werden, sei es durch die Ermöglichung von Schulunterricht, sei es durch therapeutische Maßnahmen oder durch bewusste Einbeziehung in die Nachbarschaft.
Für die Preisverleihung sprach Laudator Mag. Peter Lennkh, Mitglied des Vorstands RBI über die Bedeutung von materieller Sicherheit und Mag. Helmut Sax, Ludwig Boltzmann-Institut für Menschenrechte, honorierte als Vertreter der Jury die Initiative LIMDA.
Kategorie 5: Child Care
Preisträger: Waldkindergarten "Waldkiebitze", Frau Mag. Daniela Holer
Zum Projekt: Im Waldkindergarten – 16 Kinder, zwei Betreuerinnen - wird die Beziehung von Kindern zur Natur gestärkt und ihr achtsamer Umgang mit allen Lebewesen gefördert. Die Kinder wachsen in einem natürlichen Raum mit größter Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeit auf, was ihre emotionale, physische und kognitive Entwicklung nachhaltig fördert.
Der durch Publikumsvoting gekürte Preisträger wurde von Laudator Karlheinz Hackl und Dr. Ulla Konrad, Präsidentin des Berufsverbandes ö. Psychologen, als Jury-Vertretung gewürdigt.
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